Chronik

Seit dem 19 Juli 1913 besteht in der Ortschaft Saaß ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Garsten. Johann Hofstätter wurde an diesem Tag zum Löschzugführer des Löschzuges Saaß bestimmt. Gruendungskommandant.jpg

Am 10.April 1921 wurde die Wehr selbstständig. Johann Hofstätter wurde zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Saaß gewählt.

Der Gründungskommandant veranlasste am selben Tag, dass sämtliche Rüstungen an die Feuerwehr Garsten zurückgestellt werden. Es begann an diesem Tag der Aufbau der jungen, gänzlich mittellosen Wehr. Dank der Opferwilligen der Bevölkerung ist es zum Wohle des Nächsten gelungen, das Allernotwendigste anzuschaffen.

Als Zeugstätte diente ein Holzschuppen. Im November 1921 wurde der alte Schlauchturm in Garsten abgetragen und in Saaß aufgestellt, unter der Mithilfe der Kameraden und durch die Zimmerei Franz Finner. Für die Ablöse der Handdruckspritze muss der FF Garsten ein Betrag von 3060 Kronen ausbezahlt werden, welchen Betrag Herr Franz Ehrenhuber ebenfalls zur Verfügung stellte. Nach Abhaltung eines Kränzchens in Pergern wurden 28640 Kronen Vereinsschulden abgezahlt.

Am 4.Mai 1924 wurden die ersten Gespräche über einen Zeughausbau geführt, da die Verhältnisse in dem bestehenden Holzschuppen gänzlich unzugänglich geworden sind.

Am 9.November 1924 wurde der Beschluss gefasst, den Zeughausbau in Angriff zu nehmen.

Im Jänner 1925 wurden von der Gemeinde hiezu die Bewilligung gegeben und mit dem Neubau begonnen.

Am 20. Juli 1925 wurde das neue Zeughaus von der Gemeinde durch Herrn Altbürgermeister Weindl an die Wehr übergeben.

An dem Zustandekommen und Bau des Zeughauses erwarb sich Franz Schachner sen. besondere Verdienste und wurde hiefür zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenso wirkten Kameraden und Bevölkerung mit Spenden und Robot tatkräftig mit. Die Kosten des Baues welche durch Maurermeister Specht von Garsten ausgeführt wurden, betrugen 2838 Schilling.

Am 16. Februar 1930 wurden Kameraden Winklmayr der Antrag auf Anschaffung einer Motorspritze gestellt und dessen Antrag einstimmig angenommen. Die Kameraden Josef Hofstätter und Ehrenmitglied Schachner, Karl Krenn und Karl Templmeir wurden mit der Aufbringung und Anschaffung betraut, welche auch bei der Motorspritzprüfung in Linz anwesend waren.

Am 25. Oktober 1931 fand die Motorspritzenübergabe statt. In Kroiß`s Gasthaus wurde eine Festsitzung veranstaltet, bei welcher Wehrbrandskommandant Wolfartsberger und Bürgermeister Lenzenweger anwesend waren, wobei an Wehrführer Hofstätter und dessen Stellvertreter Hartleitner für ihre Verdienste durch das Wehrbrandskommando schön ausgeführte Ehrenhelme überreicht wurden. Die Motorspritze Type E 35 kostete 4700 Schillinge. Der Betrag wurde durch eine Landesverbandssubvention von 1000 Schilling und freiwilligen Spenden der Bevölkerung aufgebracht.

Im August 1932 legte Wehrführer Hofstätter die Wehrführerprüfung ab.

Am 17.April 1934 brannte das Unterstrassergut ab, wobei die Motorspritze in fünfstündiger Arbeit die Feuertaufe glänzend bestand.

Am 16. September 1934 wurde eine kombinierte Übung als Herbstschlussübung vom Bach im Bleigraben durch Aneinanderschalten der Pumpen abgehalten, was tadellos funktionierte.

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Am 6. Februar 1938 wurde Kamerad Leopold Hartleitner zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 21. Mai 1938 wurde Herr Hofstätter zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 4. November 1945 wurde Johann Hofstätter auf Betreiben des Kommandanten Herrn Jakob Wiltsch und der Gemeinde wieder als Zugskommandant eingesetzt.

Am 15. Dezember 1946 wurde bei der erweiterten Ausschusssitzung beschlossen, dass ein Rüstwagen der Type Steyr A-Type angekauft wird. In derselben Sitzung wurden die Kameraden gebeten, für den Karosserieaufbau, Holz zu spenden.

Am 15. August 1948 Für die Beschaffung des Daches für das Auto sollte der Pferdewagen verkauft werden und von dem Erlös das Dach beschafft werden. Der Feuerwehrpferdewagen wurde um 2000 Schilling verkauft.

Am 20.Mai 1950 wurde mit Bescheid der Landesregierung die Wehr durch die Eintragung in das Landesfeuerwehrbuch wieder selbständig.

Am 23. Juni 1950 wurde das Ansuchen um Wiederherstellung der Selbständigkeit zu Gunsten der Freiwilligen Feuerwehr Saaß erledigt.

Das Ortsgebiet Saaß wurde 1950 umgemeindet. Die Zugehörigkeit der Feuerwehr Saaß war dadurch ungeklärt.

Am 25. November 1950 wurde eine erweiterte Ausschusssitzung einberufen. Die Feuerwehr Saaß war vertreten durch Bgm. Mayrhofer, Kdt. Hofstätter, Hartlauer Leopold, Karl Tempelmayr und Nigsch Franz und von der Gemeinde Aschach Bgm. Riedl, VBgm. Brandner sowie Kdt. Schmiedhuber.
Bei dieser Aussprache wurde folgendes festgelegt: Das Feuerwehrhaus Saaß, das jetzt im Gemeindegebiet Aschach steht, bleibt weiterhin samt Inventar Eigentum der Feuerwehr Saaß und somit der Gemeinde Garsten.
Die Bauparzelle, auf welcher das Zeughaus steht, bleibt im Zuge der Umgemeindung bei Aschach.

Im Laufe der letzten Jahre wurde mit der Stadtfeuerwehr Steyr zwecks Nachbarhilfe mehr Fühlung genommen und 2 Großübungen gemacht. So wurde am 18. April 1953 ein Großübung beim E- Werk Rosenau mit den Feuerwehren Garsten, Sand, Ternberg, Saaß, und Steyr durchgeführt.

Ebenso wurde am Bezirkstreffen und zur Großübung am 9. August 1953 teilgenommen. Auch wurde unsere Wehr zur Großübung am 9. August 1953 teilgenommen. Auch wurde unsere Wehr zur Groß-Alarmübung in den Reithofer-Werken (Nachtübung) herangezogen.

Weiters hatten im Herbst 1954 in der Ortschaft Pesendorf eine gemeinsame Herbstschlussübung die Wehren Saaß, Garsten und Sand abgehalten, mit einer Gesamtschlauchlänge von 775 Meter und bei starker Steigung. Bei sehr schlechten Wegverhältnissen wurde anschließend eine Fahrtübung über Eberlberger nach Saaß durchgeführt und mit darauf folgender Besprechung über den sehrgünstigen Verlauf des Ineinanderschaltens der Pumpen geredet.

Im Herbst 1954 wurde in der Ortschaft Pesendorf eine Doppel-Löschwasseranlage auf Betreiben unserer Wehr und durch den Landesbrandschutz errichtet.

Weiters wurde am 26. August 1954 eine zweiteilige Schiebeleiter angeschafft.

Am 13. November 1954 legten Kommandant Hofstätter und Kamerad Poxrucker die schriftliche und mündliche Prüfung zum Erwerb des Silbernen Leistungsabzeichens ab.

Im Laufe des Monats Jänner 1955 wurde im Schwechaterhof in Steyr eine Schriftführerprüfung abgehalten, an welcher Kommandant Hofstätter und Sachwart Schachner teilnahmen.

Am 2. August 1955 ging Kommandant Hofstätter in einen 6-monatigen Krankenurlaub. Da Kommandantstellvertreter Mollner seine Stelle zurückgelegt hat, wurde Kamerad Poxrucker Johann jun. zum Stellvertreter ernannt und mit den Geschäften der Wehr vertraut.

Am 1. Jänner 1956 legte Johann Hofstätter seine Stelle als Kommandant zurück.

Am 5.Jänner 1956 war im Gasthaus Fellner in Sand die Vollersammlung und wurde auf Bestreben von Poxrucker jun. eine neue Motorspritze Type Rosenbauer VW 75 mit einer Leistung von 750 Liter in der Minute und 100 Meter hoch bewilligt. Die Kosten betrugen 28.500 Schilling.

Am 15. Jänner 1956 bei einer Generalversammlung in Kroiß`s Pesendorf`s Gasthaus abgehaltener Neuwahl wurden folgende Kameraden gewählt: Kamerad Poxrucker jun. zum Kommandant, Dietermair Heinrich zum Kommandantstellvertreter und Schachner Franz jun. als Schriftführer. Ernannt wurde Kamerad Loibl Leopold zum Zugsführer.

Am 31. Jänner 1956: Bestellung der neuen Motorspritze bei der Feuerwehrgeräte- und Spritzenfabrik Konrad Rosenbauer Linz.

Am 25. Februar 1956: Übernahme der neuen Motorspritze Type VW 75 von der Firma Rosenbauer / Linz mit 4 Saugschläuchen, 1 Sauger, 1 Strahlrohr und 1 Überdruckventil. Zur Übernahme waren anwesend: Kdt. Poxrucker, Stv. Dietermair, Zugsführer Loibl, 1. Maschinist Mollner Karl. Maschinist Poxrucker sen. , Feuerwehrmann Schachner Karl. jun. und Lotsenkommandant Ehrenhuber Franz.

Am 25. Mai 1956 wurde mit dem Aufbau des Rüstwagens begonnen.

Am 15. Juli 1956: Aufbau des Rüstwagens beendet. Die Kosten von 7.000 Schilling wurden von Eigenmitteln aufgebracht. Der Umbau wurde von Kdt. Poxrucker und Löschmeister Mollner durchgeführt.
In dieser Zeit legten 20 Kameraden der Wehr die Prüfung zum Bronzenen Leistungsabzeichen in Kirchdorf/Krems ab.

Am 25. Juli 1956 wurde das Feuerwehr-Depot außen renoviert und gestrichen.

Am 19. August 1956 war die Spritzenweihe, welche sehr gut besucht war. Ausgezeichnet wurden Kamerad Mollner und Kamerad Stoiber mit dem Verdienstabzeichen für 25jährige Tätigkeit.

Am 18. April 1964 gab Kdt. Dietermair dem Pflichtbereich unserer Wehr bekannt. Er erstreckt sich über das Ortsgebiet Saaß hinüber zum Eberlberger hinunter zum Käfer, entlang des Käfergrabens bis zum Mayr bei der Garsten, hinauf zum Weinberger den Weiderhäusern und wieder in die Saaß.

Am 27. März 1966: Da unser Rüstwagen nicht mehr 1000prozentig ist, muss man sich mit dem Gedanken vertraut machen, im nächsten oder übernächsten Jahr ein neues Feuerwehrauto anzuschaffen. Geplant ist auch, einen Löschteich beim Göls anzulegen.

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Unsere Wehr bestellt bei der Firma Rosenbauer ein neues Kleinlöschfahrzeug der Type Transit 1500. Der Liefertermin ist für 21.12.1968 vorgesehen. Am 6. Juli 1969 fand die Rüstwagenweihe statt.

Am 19. März 1972 waren 5 Kameraden bei der Waldbrandbekämpfung in Gaflenz im Einsatz. Waldbrand.jpg

Im Jahre 1973 wurden die ersten Pressluftatmer angekauft.

Das erste Funkgerät im 2m Band wurde im Jahre 1975 angekauft.

Im Frühling 1979 war auch unsere Wehr bei der Schneedruckkatastrophe im Mühlviertel im Einsatz mit 321 Einsatzstunden.

Auch das 60-jährige Gründungsfest wurde am 2. August 1981 festlich gefeiert.

FEUERWEHRHAUSBAU:

Im Jahre 1981 wurde der Baugrund zugekauft. Die Bauverhandlung war am 1. Juni 1983 über das Feuerwehrhaus.

Im Juni 1983 wurde der Finanzierungsplan erstellt und der Gemeinde vorgelegt.

Am 14. Oktober 1983 wurde mit den Aushubarbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen.

Am 8. November 1983 wurde das Dach eingedeckt.

Bis zum Frühjahr 1985 wurden die Innenarbeiten abgeschlossen.

Am 1. Mai 1985 wurde das Feuerwehrauto im neuen Haus eingestellt.

Am 4. Mai 1985 wurde das alte Feuerwehrhaus abgerissen und anschließend der Außenputz am neuen Haus hergestellt.

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FAHRZEUGKAUF:

Im Jahre 1987 wurden die ersten Gespräche mit der Gemeinde Garsten zwecks Fahrzeugankauf geführt.

Im Herbst 1988 wurde bei einer Aussprache mit Herrn LBD Karl Salcher, OBR Otto Stegmüller, BR Wilhelm Leitner und dem Kommando empfohlen, für die Feuerwehr Saaß ein KLF der Marke Mercedes 711 D anzuschaffen.

Der Fahrzeugankauf wurde im Dezember 1989 von der Gemeinde Garsten bewilligt und bei der Fa. Rosenbauer abgeholt.

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Mit 5. Juli 1990 wurde das alte KLF-Ford Transit nach 22jährigem Einsatz außer Betrieb
genommen; weiters wurde das KLF der Marke Mercedes 711 D angemeldet!

Am 16. September 1990 wurde das Löschfahrzeug gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.
Am 30. August 1990 Brandeinsatz beim Sallinger im Dambach.

Am 25. Oktober 1991 Computer in Betrieb genommen!

Am 19.Mai 1997 Fahrzeugsegnung der Feuerwehr Sand im Feuerwehrhaus.

Am 14.April 1999 Traufenpflaster abgestemmt, verladen und auf Deponie gebracht.

Am 2.Mai 1999 Einbruch im Feuerwehrhaus in der Nacht zum 2. Mai, Fenster im Stiegenhaus eingeschlagen und Schreibtischladen aufgebrochen. Die Getränkekasse und die Jugendfeuerwehrkasse wurde zertrümmert, dabei waren ca. S 14.000,- Bargeld gestohlen worden.